- Boltshauser Architekten AG, Zürich
Wohnloft in der ehemaligen Papierfabrik in Cham
Wohnloft in der ehemaligen Papierfabrik in Cham
Das Papieri-Areal in Cham am Zugersee durchläuft eine weitreichende Transformation – von der historischen Papierfabrik zu einem lebendigen urbanen Quartier, in dem bis 2030 rund 4.000 Menschen leben und arbeiten werden.
Albi Nussbaumer Architekten und Boltshauser Architekten entwickelten hierfür den städtebaulichen Masterplan, der den industriellen Charakter des Areals aufnimmt und in eine zeitgemässe Nutzung überführt. Herzstück des Projektes sind die sanierten Papiermaschinenhallen 1-4, die nun Kultur, Gewerbe, Wohnlofts und Ateliers beherbergen. Bereits beim Umbau der 250 Meter langen Papierfabrik kamen schlanke Profilsysteme von Forster zum Einsatz, um die charakteristischen Proportionen der Fenster-, Tür- und Portalelemente zu bewahren.
Türelemente und festverglaste Trennwände mit forster presto xs. Foto: © Anton Bachmann AG
Wohnen in den Papiermaschinenhallen
In den Obergeschossen der ehemaligen Fabrik entstanden rund 50 neue Loft-Wohneinheiten. Die Atmosphäre der Wohnräume wird geprägt von der freigelegten Skelett-Konstruktion aus Stahlbeton und dem Einsatz teilweise wiederverwendeter Materialien wie Zement, Backstein, Kalksandstein und ausgewählten Stahlelementen. War der Umbau der ehemaligen Papiermaschinenhallen bereits in der Gesamtkonzeption auf den Erhalt des industriellen Charakters ausgerichtet, so führt sich dieser Ansatz in einem der dort entstandenen Wohnlofts fort.
Der reduzierte, raue Innenraum wird durch intelligent platzierte Stahl-Glas-Trennwände gegliedert. Festverglasungen und Türen mit forster presto xs Profilen zonieren die fliessenden Flächen und definieren neue Wohnräume, ohne dabei den grosszügigen Loft-Charakter zu verlieren. Die filigranen Raumelemente vermitteln zwischen der rohen Bestandsubstanz und der freien Grundrissgestaltung der neuen Wohnnutzung.
Profilsysteme von Forster können flexibel an den Bestand angepasst werden. Foto: © Anton Bachmann AG
Industriecharme mit Forster xs-Profilsystemen
Schlanke Profile, im Farbton Iron Grey, rahmen die Glasfüllungen und greifen den industriellen Charakter der einstigen Papierfabrik auf. Ihre Teilung und Proportion orientieren sich an den Sprossenfenstern der sanierten Fassade – innen wie aussen entsteht ein harmonisches Gesamtbild.
Je nach Anforderung an die räumliche Nutzung kommen unterschiedliche Glaseinsätze zum Einsatz: von einfachem Einscheiben-Sicherheits-Glas (ESG) über Spiegelglas bis hin zu rippenartigem Strukturglas.
Die hohe Flexibilität und Stabilität der Stahlprofilsysteme erlaubt es zudem, konstruktive Besonderheiten wie Unterzüge oder Versprünge in der Tragstruktur aufzunehmen – und gleichzeitig die heutigen Anforderungen an Sicherheit und Langlebigkeit zu erfüllen. Mit filigranen Ansichtsbreiten ab 23 mm fügen sich die Profile harmonisch in den Bestand ein und beweisen sich nicht zuletzt als Architekturlösung, die eine behutsame Transformation der historisch-geschützten Räume der Maschinenhallen möglich machen.
Beteiligte Akteure
Architektur
- Boltshauser Architekten AG, Zürich
Metallbau
- Anton Bachmann AG, Rotkreuz, Schweiz
Andere Akteure
- Roland Glas, Architekur - Design - Baubiologie, Arlesheim, Switzerland (Innenarchitektur)